Verschlusskapazität

Die Verschlusskapazität („closing capacity“, CC) entspricht dem Lungenvolumen, bei welchem es während der Exspiration zu beginnendem Alveolarkollaps und Atelektasenbildung kommt. Es setzt sich aus Residualvolumen und Verschlussvolumen zusammen.

Das Verschlussvolumen („closing volume“) ist das Volumen, das mit Beginn des Verschlusses der kleinen Atemwege in der Exspiration bis zum Ende der forcierten Exspiration noch ausgeatmet werden kann. Es wird durch Konzentrationsmessung eines Indikatorgases (Helium, Xenon) bestimmt.

Kleine Atemwege (0,5–0,9 mm Durchmesser), v. a. in den abhängigen Lungenpartien, können durch den umgebenden Gewebedruck in der Exspiration verschlossen werden.

Info

Die CC steigt mit dem Alter an und übersteigt in liegender Position mit ca. 44 Jahren, in aufrechter mit ca. 66 Jahren, die FRC. Das bedeutet, dass es bei normaler Atmung in Atemmittellage mit zunehmenden Alter vermehrt zum endexspiratorischen Alveolarkollaps und damit zu einer Erniedrigung des arteriellen pO2 kommt.