Ketamin
Pharmakologie
Wirkung:
- nichtkompetitive Blockade des NMDA-Rezeptors
- Wirkung an AMPA-Rezeptoren, ACH-Rezeptoren, GABA-Rezeptoren
- geringe Wirkung an µ- und k-Opioidrezeptoren
- hemmt die synaptische Wiederaufnahme von Noradrenalin und Serotonin
-> analgetisch, hyperalgetisch, induziert eine dissoziative Anästhesie (Bewusstseinsverlust, Amnesie)
Pharmakokinetik:
- hydrophil
- wird in der Leber abgebaut und glukuronidert und dann renal ausgeschieden
- Eliminationshalbwertszeit 2-3 h
- Wirkeintritt nach 1 Minute, Wirkdauer 10-15 Minuten (Umverteilung)
- kontextsens. HWZ ähnlich wie Propofol
UAW:
- sympatikomimetisch: Steigerung HF, HZV, RR, vaskulärer Widerstand (dosisunabhängiger Effekt)
-> Steigerung myokardialer Sauerstoffverbrauch - Schutzreflexe bleiben weitestgehend erhalten, Mikroaspirationen möglich
- Bronchospasmolyse v.a. in höheren Dosierungen
- Hyperkapnie
- Hypersalivation
- Atemdepression in hoher Dosierung
- gesteigerte pharyngeale Reflexe
Kontraindikationen:
- akuter Myokardinfarkt, KHK
- bei Spontanatmung SHT/Hirndruck (CO2-Anstieg)
- perforierende Augenverletzungen (Augeninnendruck steigt an)
- Präeklampsie, Eklampsie
- psych. Erkrankungen
Dosierung:
-> hohe therapeutische Breite
- Narkoseinduktion:
- i.v.: 0,5-1 mg/kg
- i.m.: 2-4 mg/kg
- Nachinjektion alle 10-15 Minuten halbe Initialdosis
- Analgesie:
- i.v.: 0,125-0,25 mg/kg
- i.m. 0,25-1 mg/kg
- nasal: 1 mg/kg