anticholinerges Toxidrom
Medikamentenauslöser
- Spasmolytika, Antipsychotika, antihistaminerge Medikamente und Vertreter der Antidepressiva v.a. TZA
Symptome
- Tachykardie
- geringe Hypertonie
- Mydriasis
- Unruhe, kognitive Fehlfunktion teilweise schwankend
- Schleimhäute: trocken
- Harnverhalt
Unterschiede sympathomimetisches und anticholinerges Toxidrom
- Beim anticholinergen Toxidrom kommen öfter kognitive Ausfälle vor.
- Pektanginöse Beschwerden werden eher von sympathomimetischen Substanzen ausgelöst.
- Trockene Schleimhäute und fehlendes Schwitzen sind eher anticholinerge Symptome; subjektiv ist ein trockener Mund klassisches Symptom einer Sympathikusstimulation.
- Störende innere Unruhe beklagen Patienten eher nach Einnahme sympathomimetischer Substanzen
Therapie
- Physiostigmin 2 mg langsam i.v., ggf. Repetitionsgabe nach 20 Minuten (1-4 mg)
- Kleinkinder: 0,5 mg i.v., ggf. Repetitionsgabe alle 5 Minuten bis max. 2 mg