Thrombelastographie (TEG)

Funktionsweise

Das Prinzip der Rotationsthrombelastometrie besteht darin, dass in einem Cup die Probe durch einen Aktivator zur Gerinnung gebracht wird. Gleichzeitig taucht in das Cup ein Stempel ein, welcher – über eine Feder angetrieben – um knapp fünf Grad alternierend um die Längsachse rotiert. Bilden sich zwischen der Wand des Cups und dem Stempel Fibrinfäden aus, so wird die Bewegung des Stempels entsprechend der Festigkeit des Gerinnsels gehemmt und als ,,thrombelastometrische Kurve über die Zeit aufgezeichnet. Hierbei entspricht die Höhe der Amplitude der Festigkeit des Gerinnsels – je höher die Amplitude ist, desto fester ist das Gerinnsel.
Pasted image 20250710111040.png

Werte

Reaction time (R,CT): Zeit bis die Clot Bildung startet, Verlängert durch Heparin oder Faktorenmangel
Kinetik (K,CFT): Zeit bis Gerinnselfestigkeit von 20 mm erreicht ist verlängert: Fibrinogenmangel, Faktorenmangel, Thrombozytenmangel
α-Winkelgrad: Anstiegssteilheit der Gerinnselbildung
Maximal Amplitude (MA/ MCF): max. Gerinnselfestigkeit, Abhängig: Fibrinogen, Thrombozyten
30 min Amplitude (Ly30): Abfall der Festigkeit nach 30 min, Hinweis auf Hyperfibrinolyse
Pasted image 20250710111051.png

Interpretation

Werte

  • CK: Citrated Kaolin -> Standard TEG
  • CKH: Citrated Kaolin mit Heparinase -> neutralisiert Wirkung von Heparin in Probe
  • CRT: Citrated rapidTEG -> Tissue factor wird hinzugeben, somit schnellere Clot-Bildung
  • CFF: Citrated functional Fibrinogen -> Messung des Fibrinogenlevels

Beurteilung